MAGIX Music Maker, die Einsteiger – DAW?

Inhaltsübersicht

Aller Anfang ist schwer. Musikproduktion war vor wenigen Jahrzehnten noch ausschließlich Sache von Profis. In Tonstudios saßen Tontechniker mit Kopfhörern hinter dicken Glasscheiben, während Sänger und Musiker die immer gleichen Songs so lange spielten, bis die Profis schließlich zufrieden waren.

Heute sind Musiker, Produzent und Tontechniker häufig ein und dieselbe Person, die zu Hause am Computer musiziert, aufnimmt, abmischt, mastert und das Ergebnis auf irgendeine Plattform hochlädt in der Hoffnung, ein Millionenpublikum zu verzücken.

Leider werden die Anforderungen, um einen Beat zu produzieren, oft unterschätzt. Mehr noch, Hersteller von Studiosoftware und Drittanbieter vermitteln ein Bild, das jeder mit ein paar Mausklicks einen Welthit produzieren kann.

Und dann kommt das böse Erwachen. Der Frust ist vorprogrammiert. Denn mit ein paar Mausklicks schafft man es bestenfalls, Geräusche zu produzieren. Schlimmstenfalls kommt kein Ton aus den Lautsprechern, so sehr man sich auch abmüht.

Eine voll ausgestattete DAW ist nicht intuitiv zu bedienen. Und wenn man nicht wenigstens ein paar Grundkenntnisse in der Harmonielehre aufweisen kann, kommt am Ende nie ein Ergebnis heraus, welches man als Produkt der eigenen Kreativität bezeichnen kann.

Als Musikproduzent in spe kommt man nicht darum herum, sich Wissen und Können anzueignen. Wer nicht weiß, wie die weißen und schwarzen Tasten auf dem Klavier heißen, wird sich in der „Pianoroll“, einem der Hauptwerkzeuge einer jeden DAW, nicht zurechtfinden.

Aber keine Angst. Niemand muss Noten lesen oder schreiben können, um in dem Business erfolgreich zu sein. Das Konzept heißt „learning by doing“. Und es gibt eine Studiosoftware, die für Anfänger geradezu prädestiniert ist: der MAGIX Musik Maker.

Warum MAGIX Musik Maker?

Im Prinzip kann der MAGIX Musik Maker alles, was eine Studiosoftware heutzutage leisten können muss. Man kann mit Samples Beats produzieren, Instrumente und Gesang aufnehmen, mixen, mastern, alles was man für den Einstieg braucht.

Mit dem optional erhältlichen (in der Premiumausstattung enthaltenen) Song Maker ist es wirklich möglich, mit ein paar Mausklicks einen fertigen Song zu erhalten. Aber weniger der Song ist hier wesentlich, sondern der Lerneffekt.

Magix Musik Maker
Song Maker

Der so erstellte Song ist auch nicht wirklich perfekt, aber man lernt etwas über die Songstruktur und die einzelnen Songteile. Es ist wirklich „learning by doing“. Man kann sich die Theorie natürlich auch aus Büchern oder auf YouTube aneignen, aber mit dem Song Maker kommt man gleich zum wesentlichen.

Tonstufen

Die sieben Tonstufen entsprechen denen einer harmonisierten Tonleiter. Die erhältlichen Soundpools von MAGIX kommen immer mit Samples in sieben Tonstufen basierend auf C-Dur. Auch hieraus kann man alles wirklich wichtige über Akkordfolgen erlernen, eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Musikproduktion.

Integrierter Store

Natürlich verfolgt Hersteller MAGIX eine Strategie mit dem Musik Maker. Nämlich die, die Anwender möglichst oft in den Store zu locken, um noch mehr Soundpools, Instrumente oder Funktionen zu kaufen. Das machen andere Hersteller auch, aber nicht so aggressiv. Man kann den Store aber auch ausblenden.

Die Soundpools sind aufeinander abgestimmt. Man bekommt also keine Wundertüte mit Tausenden von Kicks und Claps, sondern nur genau das, was für eine sinnvolle Komposition erforderlich ist. Die Soundpools gibt es mit einer nicht-kommerziellen bzw. einer unbegrenzten kommerziellen Lizenz zu erwerben. Das sollte man beim Kauf beachten.

Eingebauter Store

Technische Daten

Der MAGIX Musik Maker wurde aus der Studiosoftware Samplitude heraus entwickelt, um die Musikproduktion einer wirklich breiten Masse zugänglich zu machen. Zwar werkeln unter der Haube Programmteile, die auch in Samplitude Music Studio bzw. Samplitude Pro X zu finden sind, aber spätestens bei der Bearbeitung einzelner Samples stößt man schnell an die Grenzen des MAGIX Musik Maker.

Über die tatsächlichen technischen Daten neben den Systemvoraussetzungen und Dateiformaten schweigt sich der Hersteller aus.

VSTi – Support

Wer nicht nur aus Samples Beats produzieren möchte, sondern auch seine eigene musikalische Note einfließen lassen will, kann neben den MAGIX – eigenen virtuellen Instrumenten auch die von Drittanbietern einbinden und eröffnet sich damit völlig neue Klangwelten. Sowohl VST2- als auch VST3- PlugIns werden akzeptiert (64 Bit) und dank VSTi-Bridge auch 32 Bit – Versionen. Diese Funktionen sind separat erhältlich und in der Premium – Edition bereits enthalten.

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Für wen ist der MAGIX Musik Maker geeignet?

Der MAGIX Musik Maker richtet sich vor allem an Anfänger ohne musikalische Vorkenntnisse. Aber es ist keine Seltenheit, mehr als eine DAW auf dem Rechner zu haben, daher eignet sich die Software auch für gestandene Producer, wenn man mal eben ganz schnell einen Backing-Track braucht oder aber eine Musik für einen YouTube – Film. Denn schneller geht es nicht.

Für wen ist der MAGIX Musik Maker nicht geeignet?

Für Apple/Mac – Rechner. Die Software läuft wie alles aus dem Hause MAGIX nur unter Windows.

Für Baseballmützen-YouTube-Producer, die schon alles wissen und können. Wenn man diese Software mit einer realistischen Erwartungshaltung erwirbt, kann man nicht enttäuscht werden. Es ist jedoch keine eierlegende Wollmilchsau und objektbasierte Sample Bearbeitung erledigt man besser in einer DAW wie ACID oder ableton.

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Was kann der MAGIX Musik Maker?

Songs aus Loops

Das Grundprinzip ist einfach. Es ist wie ein Puzzle. Man muss aus Einzelteilen einen Song zusammensetzen, indem man die einzelnen Teile an der richtigen Stelle in den Arranger einfügt. Da die Teile meist aus 4 Takten bestehen, die schon Akkordfolgen beinhalten, sind grobe Versündigungen gegen die Lehre der Harmonie weitgehend ausgeschlossen. Die Automatikfunktion Song Maker wurde weiter oben besprochen.

Eigene Songs

Die einzelnen Spuren im Arranger kann man für Audioaufnahmen (Gitarre, Mikrofon etc.) oder als MIDI- Spur nutzen. Mit MIDI werden die virtuellen Instrumente angesteuert. Die Information, wann welche Note gespielt werden soll, kann über die PC-Tastatur oder einen MIDI-Controller eingegeben werden. Auch ein „Einzeichnen“ über den MIDI – Editor (Pianoroll) ist möglich.

Virtuelle Instrumente

Die kostenlose Version enthält einen 12-stimmigen polyfonen Synthesizer mit integrierten Step-Sequenzer. Wenn man dieses Teil über die Voreinstellungen hinaus benutzen will, ohne wirklich zu wissen, wofür die einzelnen Regler und Knöpfe sind, wird schnell an die Grenzen der Aussage „ohne Vorkenntnisse“ stoßen.

Ein weiterer polyfoner Synthesizer, Vita 2, enthält weitere Klänge zum Ausprobieren. An die Funktionsumfänge modern programmierter VSTi-Synths kommt man hiermit allerdings nicht heran.

Im Store gibt es wie oben schon erwähnt Synthesizer, Drumcomputer und virtuelle Instrumente zu kaufen.

Effekte

Die so aufgenommenen Tracks können mit den üblichen Effekten wie Hall oder Reverb versehen werden. Man kann sogar Automationskurven für Lautstärke, Panorame Effekte oder Filter in die Spuren einzeichnen.

Der Mixer ist spartanisch übersichtlich gehalten. Ein Mastering-Button öffnet die Mastering – Sektion, wo man sein abgemischtes Werk entweder von Hand oder mit einer Voreinstellung mastern kann. Es ist die selbe Mastering Suite wie auch im anspruchsvolleren Samplitude Music Studio.

Fazit

Nicht umsonst ist der MAGIX Music Maker die meistverkaufte Musiksoftware in Europa. Es ist durch die einfache Bedienung die ideale Software, um in die Musikproduktion einzusteigen. Es ist vermutlich nicht Absicht des Herstellers, mit dieser Software in die Tiefe gehende Bearbeitungsmöglichkeiten zu schaffen, dazu gibt mit Samplitude und Acid Alternativen aus dem eigenen Haus.

Zum Beschnuppern gibt es eine kostenlose Version zum Download, die naturgemäß sehr limitiert ist.

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